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Daueranlagen

Offenburg will mit der Landesgartenschau eine nachhaltige, grüne Stadtentwicklung vorantreiben. Drei neue, dauerhafte Parkanlagen sollen künftig die Innenstadt besser mit der Kinzig und der Hochschule verknüpfen, die östlichen und westlichen der Kinzig gelegenen Stadtteile verbinden und auch die Grünräume Offenburgs vernetzen. Die Kinzig wird ein attraktiver Ort der Begegnung, Bewegung und Erholung. Damit gibt die Landesgartenschau einen wichtigen Impuls für dauerhaftes, neues Grün und eine verbesserte Wegeverbindung im Stadtgebiet.

Urbane Kinzig

Am Stadteingang wird ein Zeichen für die Zukunft gesetzt. Zwischen Messe und Eisenbahnbrücke und somit in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt wird die Kinzig mit urbanen Flusspromenaden, Terrassen und Zugängen zum naturnah umgestalteten Fluss für Bürgerinnen und Bürger erlebbar und bespielbar. Gleichzeitig werden Räume geschaffen, in denen sich Flora und Fauna ungestört entwickeln können.

Kinzigpark

Durch eine Dammrückverlegung beim derzeitigen Gelände des Offenburger Fußballvereins (OFV) entsteht der neue, großzügige Kinzigpark mit direktem Zugang zum Wasser. Das Gelände schafft Raum für Sport, Spiel, Erholung, Begegnung und Miteinander. Ein neuer Spielbereich, Flutwiesen und ein Klimawald werden dauerhaft im Park integriert sein. Ebenso ein neuer Bahnhalt und eine Parkgastronomie.

Die Hochschule Offenburg erhält mit der Hochschulerweiterung, die ins Parkgelände integriert wird, einen neuen, grünen Campus. Damit entwickelt sie sich als zukunftsweisender, innovativer und kreativer Lernort weiter und wird zu einer stadträumlich attraktiven Adresse für Studierende sowie Bürgerinnen und Bürger.

Räderbachinsel

Auf der Räderbachinsel zwischen Mühlbach und Räderbach entstehen in Synergie mit dem Stadtteil Stegermatt neue, attraktive Orte für Vereinsleben, Kultur und Miteinander. Mit einer neuen Veranstaltungshalle, interkulturellen Kleingärten, einem neu gestalteten Platz am Pfadfinderheim und einem Steg an der südlichen Inselspitze werden die Insel und das Wasser erlebbar.

landesgartenschau-offenburg.de –

Grafik: Helleckes Landschaftsarchitektur

Wegeverbindungen

Die neuen Grünraume sollen von ganz Offenburg gut erreichbar sein. So entstehen mit vorgesehenen Brückenschlägen zwischen dem Messegelände und Burda sowie zwischen dem Kinzigpark und dem Gifizsee neue attraktive Fuß- und Radwegeverbindungen, die die Orts- und Stadtteile östlich und westlich der Kinzig verbinden – und damit auch die dort lebenden Bürgerinnen und Bürger.

Der Stadtteil Stegermatt wird mit dem Bereich Räderbachinsel und Kinzigpark über neue Stege verknüpft. Auch die Radschnellwege sollen ausgebaut und eine fahrradfreundliche Neuordnung der Badstraße angegangen werden. Durch den neuen Bahnhalt am Kinzigpark und der Erschließung des Gebiets durch den ÖPNV wird das Gebiet ebenfalls besser angebunden.

Städtebauliche Entwicklung

Durch die Landesgartenschau ergeben sich auch neue Impulse für bereits laufende und angestrebte Projekte der städtebaulichen Entwicklung: Ob das neu entstandene Stadtviertel am Mühlbach, das Sanierungsgebiet Bahnhof/Schlachthof, das geplante Klinikum oder der Grüngürtel um die historische Altstadt – all diese Projekte profitieren von einer Aufwertung der Grünflächen im geplanten Landesgartenschaugelände sowie von den vorgesehenen, neuen Wegeverbindungen, die daraus entstehen.

Unmittelbar angrenzend zur Landesgartenschaufläche liegt zudem das Burda-Areal. Neben dem Burda-Tower oder dem sogenannten „Fünf-Finger-Bau“ befinden sich auch die Produktionsgebäude der Druckerei auf dem Areal. Der Bereich der Druckerei wird jedoch nicht dauerhaft für den Druckbetrieb genutzt werden. Der Zeitpunkt der Nutzungsaufgabe ist aktuell nicht zu benennen, sicher ist aber die Schließung der Druckerei an diesem Standort und damit einhergehend eine Neuordnung des Areals. Daher bietet die Landesgartenschau auch hier eine große Chance: In Kombination mit einer städtebaulichen Entwicklung im Bereich des Druckerei-Geländes und der Öffnung zum Fluss könnte das Unternehmen eine neue Standortqualität gewinnen und sich gleichzeitig eine weitere Verbindung zwischen Kinzig und Innenstadt ergeben.

Auch der Stadtteil Stegermatt, direkter Nachbar der geplanten Landesgartenschau, profitiert weit über das Ausstellungsjahr hinaus von der städtebaulichen Entwicklung im Gebiet und von den neu geschaffenen Orten für Begegnung und Miteinander.

Ökologische Aufwertung

Die ökologische Aufwertung der Grünräume entlang der Kinzig ist sowohl für Flora und Fauna als auch für Klima und die gesamte Stadtgesellschaft wertvoll. Langfristig werden biodiverse und ökologisch verbesserte Strukturen ins Stadtgefüge integriert und mit im Ausstellungsjahr etablierten Rundwegen für Bürgerinnen und Bürger erlebbar.

Im Norden und Süden befinden sich bislang kaum genutzte Landschaftsräume, die im Zuge der Landesgartenschau aufgewertet werden. Im nördlichen Riedland soll gemeinsam mit der Hochschule Offenburg eine klimaangepasste Landwirtschaft (Landwirtschaft 5.0) erprobt werden und das südliche Kulturland wird weiterhin von stadtnahem Obst- und Gemüseanbau geprägt sein. Von einem Aussichtpunkt im Norden (Bellevue Nord) und Süden (Bellevue Süd) kann der Blick in die Landschaft genossen werden. Beide Landschaftsräume werden auf Dauer über die Kinzig untereinander und mit der Stadt verflochten.