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Ausstellungskonzept

Mit der Ausstellung zur Landesgartenschau will Offenburg seine angestrebte grüne Stadtentwicklung mit der Bevölkerung feiern. Das circa 25 Hektar große Areal fügt sich aus den drei Parkabschnitten Urbane Kinzig, Kinzigpark und Räderbachinsel zusammen, die sich kompakt, innenstadtnah und nachhaltig in die Stadtstruktur einfügen. Flankierende Maßnahmen, die über das Ausstellungsgelände hinaus reichen, ergänzen das Gesamtkonzept und werden über Rundwege an das Gelände angebunden.

Urbane Kinzig

Der Parkbereich Urbane Kinzig befindet sich direkt am Stadteingang zwischen Messe und Eisenbahnbrücke. Eine Kinzigpromenade mit Aktionsflächen und kulinarischen Angeboten auf beiden Seiten der renaturierten Kinzig lädt zum Verweilen und Mitmachen ein. Über eine neue Fuß- und Radwegebrücke zwischen Messe und Burda können Besucherinnen und Besucher von einer Flussseite zur anderen flanieren. Die umgestaltete Kinzig wird durch Zugänge zum Wasser erlebbar.

In diesen Bereich ist die Messe Offenburg-Ortenau besonders miteingebunden. Der Vorplatz der Oberrheinhalle wird in Teilen dem Ausstellungsgelände zugeordnet und auch bespielt. Bei besonderen Veranstaltungen der Messe erhalten Besucherinnen und Besucher einen direkten Zugang zum Ausstellungsgelände.

Kinzigpark

Der Kinzigpark am bisherigen Standort des Offenburger Fußballvereins (OFV) wird der Hauptbereich der Landesgartenschau-Ausstellung sein. Durch eine Dammrückverlegung auf der östlichen Kinzigseite entsteht der großzügige Kinzigpark mit Flutwiesen, Strandbereichen, Zugängen ans Wasser und Platz für Ausstellungsbeiträge wie Themengärten, Spielbereichen oder Veranstaltungsbühnen. Die gegenüberliegende Kinzigpromenade wird durch geschickt inszenierte Beziehungen mit ins Ausstellungskonzept einbezogen.

Die Badstraße entlang des Mühlbachs, die für die Dauer der Ausstellung gesperrt wird, wird zur Flaniermeile: Vereine, die elf Ortschaften und die Region können sich hier präsentieren und regionale Produkte vermarkten. Mit dem Neubau der Hochschulerweiterung ist die Hochschule Offenburg direkt in den Park integriert und unterstützt das Ausstellungsprogramm mit dem Forum „Neue Lernorte“.

Räderbachinsel

Die Räderbachinsel ist in einen nördlichen und südlichen Bereich unterteilt. Die nördliche Inselspitze wird durch Stege über den Mühl- und Räderbach zum Bindeglied zwischen dem neuen Kinzigpark und dem Stadtteil Stegermatt. Das Stadtteil- und Familienzentrum Stegermatt wird freigestellt und im Ausstellungsgelände sichtbar. Eine neue Veranstaltungshalle, die während der Schau als Blumenhalle genutzt wird, Bereiche mit urbanen und gemeinschaftlichen Gärten sowie ausgewählte Gebäude zeigen Besucherinnen und Besuchern beispielhaft die städtebauliche Weiterentwicklung Stegermatts auf.

Die südliche Räderbachinsel ist fußläufig durch die bestehende Unterführung an der Hochschule zu erreichen. Ein attraktives Pfadfinderheim mit Kanuverleih, neugeordnete, interkulturelle Gärten sowie ein Naturspielplatz und eine kleine Veranstaltungsbühne sind einige der geplanten Ausstellungsbereiche. Außerdem soll die Insel durch einen Steg am südlichen Ende durchgängig werden.

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Flankierende Maßnahmen und Rundwege

Auch außerhalb des eingezäunten Ausstellungsgeländes werden Bereiche aufgewertet. Diese flankierenden Maßnahmen können von Besucherinnen und Besuchern über Rundwege erkundet werden.

Renaturierte Kinzig

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Grafik: Helleckes Landschaftsarchitektur

Die Kinzig wird vom großen Deich im Süden bis zu den nördlichen Ortschaften naturnah umgestaltet. Vom Parkbereich Urbane Kinzig Richtung Norden wird beidseitig der Kinzig eine von Bäumen beschattete Flusspromenade mit Sitzgelegenheiten weitergeführt. Balkone auf der östlichen Kinzigseite laden zum Verweilen und Beobachten des naturnahen Gewässers ein. Besucherinnen und Besucher können sich auf Infostehlen zum Leben im und am Wasser informieren. In diesem Bereich stehen der Schutz und die Rücksichtnahme auf die gewässertypische Flora und Fauna im Fokus. Außerdem wird die Anbindung von Stadt und Flusspromenade auch in diesem Bereich verbessert.

Riedland

Im nördlichen Riedland soll die Biodiversität gefördert, Streuobstwiesen etabliert und eine klimaangepasste Landwirtschaft (Landwirtschaft 5.0) gemeinsam mit der Hochschule Offenburg erprobt werden. Dieses Projekt wird für Besucherinnen und Besuchern auf einer Schaufläche live erlebbar.

Am Bellevue Nord, einer Brücke über die Kinzig zwischen den Ortsteilen Bühl und Waltersweier, eröffnet sich der Blick über das Riedland. Hier werden auch der äußere Grünring Offenburgs und landschaftliche Besonderheiten wie die Gestadekante zwischen dem Ortsteil Bühl und der Kernstadt erlebbar.

Kulturland

Im südlichen Kulturland wird der regionale und stadtnahe Gemüse- und Obstanbau gestärkt. In Zusammenarbeit mit dem Förderverein Ortenauer Streuobst Anbau (FOSA) wird hier ein informativer Rundweg konzipiert und damit der Obstanbau für Besucherinnen und Besucher erfahrbar. Artenreiche Mähwiesen und Blühfelder an Brunnenhügel der Trinkwassergewinnung vervollständigen die Vielfalt im Landschaftsraum. Zum Wasserschutzgebiet können sich Besucherinnen und Besucher anhand von Infostehlen sowie Inszenierungen der Wassertechnik informieren.

Als Pendant zum Bellevue Nord wird es im südlichen Bereich ein Bellevue Süd geben. Am erhöhten Aussichtspunkt wird der Blick auf das gesamte Kulturland sowie die Vorberge und das Kinzigtal ermöglicht.