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Ein stimmiges Konzept für Offenburg

Mit der Landesgartenschau soll die renaturierte Kinzig zur neuen attraktiven Mitte der Stadt Offenburg werden. Die Aufwertung und Verknüpfung der Flusslandschaft soll Offenburgs Bedeutung als Tor zum Kinzigtal stärken. Der Fluss soll für die Stadtbevölkerung erlebbar und zugänglich gemacht werden und urbanes Leben fördern. Erste Planansätze dafür hat die Stadt Offenburg gemeinsam mit dem Büro Helleckes Landschaftsarchitektur aus Karlsruhe im Zuge einer Machbarkeitsstudie erarbeitet. Bis zur Abgabe der Bewerbung werden die Ansätze immer mehr verfeinert, durch Anregungen aus der Bürgerbeteiligung ergänzt und in Abstimmung mit Stadtverwaltung und Gemeinderat konkretisiert.

 

landesgartenschau-offenburg.de – Ein stimmiges Konzept für Offenburg

Grafik: helleckes landschaftsarchitektur

Räume

Die „Urbane Kinzig“ wird im Konzept der Landschaftsarchitekten als Rückgrat aufgefasst und erstreckt sich über rund drei Kilometer. Sie reicht vom nördlichen Stadtrand, wo Kinzig und Mühlbach zusammenfließen, bis zur Hochschule Offenburg im Süden. Sie ist Impuls für stadträumliche und gesellschaftliche Entwicklung. Sie birgt das Potenzial, die im Norden und Süden des Stadtkerns gelegenen „Landschaftsräume“ miteinander und mit der Innenstadt zu verbinden. Und sie kann die beiden im Westen und Osten der Kinzig gelegenen Stadtteile miteinander verzahnen. Durch die Renaturierung erhält die Kinzig mehr Raum für natürliche Bewegung. Die Eigendynamik wird verbessert als Beitrag zur Stärkung von Flora und Fauna in der Stadt. Beidseitig der Kinzig könnten auf Höhe der Deichkronen klassische Flusspromenaden mit fortlaufenden Baumreihen entstehen.

Über die Kinzig werden die im Norden und Süden des Stadtkerns gelegenen zu entwickelnden Landschaftsräume „Riedland“, „Wasserland“ und „Kulturland“ miteinander und mit der Innenstadt verbunden. Diese Landschaftsräume müssen nicht neu gebaut werden, sie sind bereits da. Durch gezielte Eingriffe werden sie besser erschlossen, sichtbar gemacht und mit der Umgebung vernetzt.

Parks

Laut Machbarkeitsstudie könnten mehrere Parks mit direktem oder indirektem Bezug zur renaturierten Kinzig neu entwickelt und gestaltet werden: Der Riedpark im Norden und der Park am Großen Deich ganz im Süden. Der Wasserpark als innenstadtnah gelegene und mit dem Bürgerpark verknüpfte wertvolle urbane Grünanlage könnte den räumlichen Schwerpunkt der Landesgartenschau bilden.

Aussichten

„Bellevue Nord“: Eine neue Brücke für Fußgänger und Radfahrer am nördlichen Ende der urbanen Kinzig soll den östlichen mit dem westlichen Teil des Riedparks verbinden, der Äußere Grüne Ring Offenburgs wird an dieser Stelle vervollständigt und damit erlebbar. Von der Brücke aus kann der Blick über Deiche und Baumreihen hinweg in den weitläufigen Riedpark schweifen oder die Kinzig auf ihrem Weg in Richtung Rhein verfolgen.

„Bellevue Süd“: Von einem Aussichtspunkt nahe des Parks am Großen Deich aus, so das Konzept der Planer, wird der Blick auf die Vorberge des Schwarzwalds gelenkt. Von dort kommt die Kinzig her und bahnt sich ihren Weg durch die Oberrheinebene.

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Visualisierung: Filon Architekturvisualisierung & Bildbastelei